Schmerztheraphie, Marcus Rate Health&Fitness, Tensegrity

Neue Erkenntnisse in der Schmerztherapie

Die meisten Menschen leiden an Schmerzen. Sei es Rückenschmerzen nach einen langem Arbeitstag im Büro oder Knieschmerzen beim Laufen, einem verspanntem Nacken oder Schulterschmerzen beim Krafttraining. Oft liegt das an einer falschen Haltung oder verklebtem myofaszialem Gewebe.

Neue Methoden der SCHMERZTHERAPIE

Die neuen Methoden der Schmerztherapie basieren auf der Faszien-Lehre.  Die meisten Schmerzrezeptoren im Muskel sitzen im faszialen Gewebe. Spürt man Schmerzen, sind es größtenteils die Faszien, die Schmerzsignale senden, was an einer hohen Spannung im myofaszialen Gewebe liegt. Das ist zwar heute noch nicht wissenschaftlich bestätigt, vieles deutet aber darauf hin.

Ein Beispiel hierfür ist die Schmerztherapie nach Liebscher&Bracht, die besagt, dass Schmerzen durch Verklebungen im Gewebe ausgelöst werden, was an zu wenig Bewegung liegt. Durch diese Verklebungen erhöht sich die Spannung im Gewebe, bis diese eine Spannungsgrenze erreicht und Schmerz freigesetzt wird.

Dass wir Schmerzen haben ist eine Warnung unseres Körpers. Wenn wir diesen Schmerz ignorieren, schaden wir unserem Körper und machen ihn kaputt. Diese Theorie macht in der Praxis auch durchaus Sinn, denn wenn man Spannungszustände verringert, sinken auch die Schmerzen. Das ist Fakt.

Therapiert wird der Warnschmerz bei Liebscher und Bracht durch lange passive, also klassische Dehnübungen, um die Spannung aus dem Gewebe zu bekommen und den Schmerz zu verflüchtigen.

Schmerz abzuschalten ist natürlich eine gute Sache, aber: Schmerz im Körper hat einen Sinn. Schaltet man ihn ab, ohne das eigentliche Problem zu beheben, kann das langfristig zu Problemen, wie Fehlbewegungen und Gelenkabnutzungen, führen, was nicht die einzigen, aber die häufigsten Probleme sind. Genau davor warnt der Schmerz.

KRITIK AN DER LIEBSCHER&BRACHT SCHMERZTHERAPIE

Wendet man zu häufig passive Dehnübungen an, und macht diese eventuell auch noch falsch, schadet das der Tensegrity des Körpers.  Die Tensegrity ist ein Gedankenmodell nach dem Functional Patterns Prinzip, um zu beschreiben, wie der Körper durch Spannung zusammengehalten wird. Zur Verdeutlichung: Ein Schiffsmast muss an beiden Seiten die gleiche Spannung aufweisen. Hat eine Seite zu viel, und dementsprechend die andere zu wenig, Spannung, kippt er um. Wir kippen bei ungleicher Spannung zwar nicht um, aber unsere Stabilität leidet: Fehlspannungen entstehen an anderer Stelle und dadurch wiederum Schmerz. Das heißt, selbst, wenn die Probleme an einer Stelle behandelt werden, kommen sie an der nächtens wieder zum Vorschein.

Schmerztheraphie, Marcus Rate Health&Fitness, Tensegrity

Und genau das ist der Punkt bei der Anwendung von zu vielen und falschen passiven Dehnübungen: Sie machen unsere Tensegrity kaputt.

Vereinfacht gesagt: Ohne Tensegrity entstehen immer wieder neue Spannungszustände, weil die myofaszialen Ketten nicht in Balance sind. Die gesamte Kette ist immer nur so gut, wie ihr schwächstes Glied. Ist eins also zu schwach, zu stark, zu steif oder zu mobil, entstehen Schmerzen.

Bewegt man sich nicht oder kaum, ist das eigentlich auch egal, weil man dann seine Gelenke eh nicht beansprucht. Bewegt man sich jedoch intensiver gehen ohne Tensegrity die Gelenke kaputt, weil unserem Körper sowohl Spannung als auch Stabilität in den Bewegungen fehlt.

Und nun?

Wenn es um Schmerztherapie geht, arbeitet Marcus Ratje deshalb mit dem Functional Patterns Prinzip. Das Ziel ist, wie bei Liebscher&Bracht, die Fehlspannungen aufzulösen. Dabei gilt es aber die Tensegrity nicht zu zerstören, sondern zu verbessern und eine hohe Stabilität zu gewährleisten, damit der Schiffsmast nicht umkippt. Das Prinzip baut also darauf auf, eine gute Beweglichkeit zu generieren und gleichzeitig die Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Das heißt: Man verringert nicht nur den Schmerz, sondern erhöht auch gleichzeitig die Leistungsfähigkeit, was insbesondere für Mannschaften und Leistungssportler essentiell ist.

Hypermobilität, also zu wenig Spannung im Gewebe, die durch zu viele passive Dehnübungen erreicht werden kann, ist für Sportler ebenso schlimm wie Steifheit. Bewegt man sich nicht, braucht man auch keine Stabilität. Da Bewegung aber essentiell für die Gesundheit ist, ist keine Bewegung eigentlich auch keine Option.

Schmerztheraphie, Marcus Rate Health&Fitness, Tensegrity

Das heißt also, durch das Dehnen lockert man die Spannungszustände im Köper so sehr, dass auch die Leistung runter geht. Ein Beispiel hierfür: Sprinter. Diese haben extrem harte Muskeln und Sehnen, denn desto mehr Spannung, desto mehr Power. Fehlt die Spannung, ist das wie bei einer ausgeleierten Feder – alle Kraft dahin.

Schmerztherapie bei Marcus Ratje Health&Fitness

Wie funktioniert das Ganze denn jetzt? Zum einen wird anhand von Gelenkfehlstellungen therapiert. Die objektive Beurteilung des Functional Patterns Prinzips ist nach Gelenkstellungen in der stehenden Position und in Bewegung gerichtet. Das heißt: Fehlstellungen werden diagnostiziert und desto mehr sich diese Fehlstellungen reduzieren, desto besser schlägt das Training an. Genau daran kann man den Fortschritt messen.

Denn: Gelenkfehlstellungen sind Fehlstellungen in der Tensegrity und diese sind wiederum myofasziale Fehlstellungen. Das Functional Patterns Prinzip betrachtet eben nicht nur einzelne Aspekte im Körper, sondern das große Ganze und sein Zusammenspiel.

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