Healthy living, Gesundheit

Umwelteinflüsse und Epigenetik

Jedes Jahr sterben 13 Millionen Menschen weltweit an Schadstoffen und etwa 24 % der Krankheiten lassen sich auf Umwelteinflüsse zurückführen. Beides könnte man eigentlich kontrollieren und damit eindämmen. Man muss sich oft eben nicht mit seiner Krankheit abfinden und damit leben, sondern kann sich für ein gesundes Leben entscheiden und gegen Umwelteinflüsse arbeiten. Im Folgenden, stellen wir euch einige dieser Umwelteinflüsse hier vor. Die Liste wird im nächsten Post erweitert.

Es gibt mehr und mehr Studien, die beweisen, wie sich Schadstoffe auf unsere Epigenetik auswirken und sie somit negativ beeinflussen. Dazu gehört die so genannte DNA Methylation, auf die wir schon im letzten Post eingegangen sind, so wie eine generelle Veränderungen der Epigenetik. Diese Studien verweisen eben auch immer wieder auf den Zusammenhang zwischen Krankheiten und (chemiekalischen) Schadstoffen aus unserer Umwelt.

Umwelteinflüsse und Epigenetik

  1. Metalle
    Schwermetalle  sind weitverbreitete umweltschädliche Kontaminanten und werden mit einer Menge an Krankheiten in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologischen Störungen. Diverse Studien haben gezeigt, dass Metalle als Katalysatoren für den oxidativen Abfall der biologischen Makromoleküle fungieren. Das heißt, sie werden zu freien Radikalen, die wiederum die Epigenetik beeinflussen können.  Mehr und mehr Daten zeigen den Zusammenhang der epigenetischen Veränderung und dem Einfluss von Schwermetallen. Zu diesen Schwermetallen gehören unter anderem Arsen, Nickel und Cadmium.
  2. Pestizide
    Pestizide sind genau so einflussreich wie Schwermetalle auf unsere Epigenetik. Tier-Experimente haben gezeigt, wie sich zum Beispiel Vinclozolin and Methoxyclor, negativ auf die männlichen Geschlechtsorgane auswirken. Die Pestizide konnten im Blut der Mäuse nachgewiesen werden und stehen erwiesenermaßen im Zusammenhang mit Dysfunktionen in der Fortpflanzung. Die gleichen Ergebnisse gab es übrigens bei einer Studie mit der koreanischen Bevölkerung.
  3. Luftverschmutzung
    Die Art und Intensität der Luftverschmutzung und der Anstieg von Herz-Kreislauf-, so wie Atemwegserkrankungen konnte ebenfalls im Zusammenhang nachgewiesen werden.
  4. Bisphenol A
    Bisphenol A ist eine hormonell wirksame Chemikalie. BPA ähnelt in der Wirkung dem weiblichen Hormon Östrogen und beeinflusst das Hormonsystem von Menschen und Tieren. In einem unserer letzten Posts haben wir schon geschildert, wie sich hormonelle Einflüsse auf den Körper und zum Beispiel Übergewicht auswirken können. Der Wirkungseinfluss von Hormonen ist enorm. Bisphenol A gelangt bei der Produktion in die Umwelt und wird vor allem ständig aus Kunststoff-Gebrauchsartikeln freigesetzt. Es wurde in der Luft, in Staub, in Oberflächengewässern und auch im Meerwasser nachgewiesen. Selbst in frischem Treibhausobst und in Trinkwasser aus Kunststofftanks konnte BPA gefunden werden.
    Es wird generell zur Herstellung von Kunststoffen benutzt und gehört zu den meistproudiezierten Industriechemikalien. Es gibt mittlerweile Produkte, bei denen gekennzeichnet ist, ob BPA enthalten ist oder nicht. Es besteht allerdings keine Kennzeichnungspflicht.

Und jetzt?

Der Grund, warum sich mehr und mehr Forscher auf die Einflüsse von Schadstoffen auf unsere Epigenetik konzentrieren ist,  dass klinische Studien gezeigt haben, dass die meisten der epigenetischen Veränderungen wieder umkehrbar sind. Das heißt, es geht jetzt darum therapeutische und präventive Maßnahmen zu entwickeln, damit es gar nicht erst zu solchen Krankheiten kommt oder man den Einfluss zumindest eindämmen kann. Man ist also nicht automatisch krank, muss sich damit abfinden und bleibt es für immer. Ganz im Gegenteil: Man kann aktiv etwas dafür tun, wieder gesund zu werden. Selbst, wenn die Schulmedizin vielleicht anderes behauptet. Fragt doch mal Marcus. Mehr Infos gibt es in unserer Ernährungs– oder Gesundheitsberatung. Im nächsten Post erklären wir euch, welche Faktoren die Epigenetik sonst noch beeinflussen.